Interview: Quereinsteig ins Cloud-Consulting

Wer bist Du?

Ich bin Rebecca, komme ursprünglich aus Großbritannien und arbeite nach einem Berufswechsel aus der Neuropsychologie seit April 2021 als Cloud Beraterin bei superluminar.

Wie bist Du zum Programmieren gekommen?

Mein Hintergrund ist nicht der traditionellste, um in einer Cloud Engineering Rolle zu arbeiten. Mit dem Programmieren hatte ich erstmals Kontakt während meines Master-Studiengangs “Kognitive Neurowissenschaften” in Amsterdam. Jemand musste die Experimente programmieren und auswerten - und normalerweise ist man selbst dafür verantwortlich. Ich habe dabei mit Python angefangen. Die Komplexität dieser Experimente war zunächst gering. Aber in meiner Doktorarbeit ist die Komplexität sowohl der Experimente als auch der Analysen sprungartig angestiegen. Dann habe ich angefangen, selbstlernende “Computerspieler” für meine Teilnehmer zu programmieren sowie physiologische Messdaten zu verarbeiten und zu analysieren. Ein paar frustrierende Datensätze aus einem MRT-Gerät haben mein Interesse an Automatisierung geweckt. Frustration ist eine gute Motivation.

Was war für dich die größte Schwierigkeit?

Es gibt einen klaren Unterschied zwischen dem Wissen, dass man braucht um eigene, mittelgroßen Datensätze zu analysieren und dem Wissen, welches man braucht um eine Data Pipeline für ein Unternehmen zu planen: “Your SQL can’t save you here”. Wir machen auch bei superluminar viel “pairing”, was am Anfang ziemlich anstrengend war. Die Idee, dass jemand deinen Code anschaut, während du programmierst war für mich neu. Aber man gewöhnt sich irgendwann daran. Ich habe immer noch viel zu lernen, was bedeutet, dass ich weiter auf Schwierigkeiten treffen werde, aber das ist am Ende OK.

Wofür begeisterst du dich?

Bei superluminar sind wir oft mit DevOps- und CI/CD- (continuous integration/delivery) Themen beschäftigt. Ich habe hier die Möglichkeit, Best Practices zu diesen Bereichen direkt von Experten zu lernen. Wir setzen Resourcen in der AWS Cloud mit Hilfe von CDK oder Cloudformation templates auf, definieren Workflows/Pipelines und integrieren mit Version Control Plattformen, um schnell, aber auch sicher und konsistent zu deployen. Dass man überhaupt ein Datenbankcluster mit ein paar Zeilen Code aufsetzen kann, finde ich immer noch cool.

Welche Tipps würdest Du anderen geben, die den gleichen Weg einschlagen wollen?

Einfach machen. Ich habe am Anfang nicht genug Fehler gemacht und arbeite immer noch daran, weitere Lernmöglichkeiten zu finden, bei denen ich einfach was ausprobieren kann. Es ist viel besser etwas auszuprobieren und zu scheitern als nichts zu probieren. Ironischerweise habe ich in meinem Studium “prediction errors” im Gehirn untersucht. Das sind die Unterschiede zwischen dem, was man erwartet und dem, was eigentlich passiert, wenn man eine Handlung ausführt. Diese Unterschiede sind im Gehirn zu sehen und werden auch “learning signals” genannt. Trotz meines Wissens um dieses Phänomen ist es manchmal schwer.

Kurz gesagt: Erstell dir ein AWS-Konto und probier ein paar Tutorials aus. Es gibt ein “free tier”, um Kosten zu vermeiden. Vielleicht macht es dir Spaß.

Wie bist du zum superluminar gekommen?

Das war ganz einfach, ich habe eine LinkedIn-Anzeige gesehen und habe mich beworben. In einem ersten Interview habe ich dann Jan, einen der Gründer von superluminar, kennengelernt. Er hat mir viel zum Unternehmen und der Arbeitsweise erzählt. In einem zweiten Gespräch ging es dann mit zwei Kollegen tiefer in die Technik und wir haben gemeinsam eine technische Aufgabe gelöst.

Rebecca ist Junior Cloud Consultant bei superluminar. Sie arbeitet nach einem Berufswechsel aus der Neuropsychologie in der IT und begeistert sich für Automatisierung und Data Engineering. Sie ist nicht auf twitter zu finden (wofür wir alle dankbar sind).